Fahre nie zusammen mit einem anderen Paar in einen Urlaub, egal wie kurz er sein mag. Denn merke: sobal die anderen Krach haben, ist’s mit der Urlaubsstimmung ganz schnell vorbei und man freut sich schon beim Losfahren wieder auf zuhause.
18. Juni 2009
18. Juni 2009
Einstürzende Neubauten
Posted by calypso72 under Tagestopic | Schlagworte: Angst, Freunde, Krise, Liebe |Leave a Comment
Was ist eigentlich passiert, dass auf einmal alles so unglaublich schnell in sich zusammenbricht? War die Krise bis vor wenigen Wochen für mich etwas sehr Abstraktes, nur durch die Nachrichten sichtbares, fern von mir Stattfindendes, bin ich jetzt mittendrin, statt nur Zuschauer.
Menschen, die ich mag, stehen von einer Stunde auf die andere auf einmal vor einer riesigen persönlichen Katastrophe. In der Statistik sind sie wohl die fünften Zahlen hinter dem Komma, aber in meiner Statistik haben sie das Komma längst überholt.
Der begeisterte Musikmensch und liebenswerte Zeitgenosse, der auf einmal mir nichts dir nichts nicht mehr gewollt wird - mangelhafte Leistung, viel zu alt – mit Excel wegrationalisiert.
Der junge Dynamiker, der jahrelang so viel geschuftet hat – Burn out Syndrom, psychisch angeschlagen, nicht mehr brauchbar, schnell und leise entsorgt, auch von der Frau.
Der liebe Chaot, der als Projektleiter auf einmal nur noch sich selbst leitet, weil ihm alle Projekte und das Projektteam entzogen werden – abwarten, wann ihm Zeitunglesen 36 Stunden in der Woche zu langweilig wird.
Der Fastpensionär, der liebste der Welt, der jahrelang hard gearbeitet hat – dann kam der Krebs und damit eine längere Pause, und dann kam das Angebot zur Vertragsauflösung – zu alt, zu krank, und Tschüss.
Die Kleinere, die liebste der Welt, eigentlich nicht kleiner, sondern jünger, Karriereschub verweigert, weil viel zu jung und einen Platzhirschen vor die Nase gesetzt bekommen, und jetzt in Gefahr, weil der Platzhirsch natürlich das größere Geweih hat.
Die Chefsekretärin, die jeden Tag ungute Informationen bekommt und nicht nur Zahlen, sondern Schicksale sieht – jeder Tag zu belastend für das zarte Gemüt, ab zum Psychodoc.
Und ich selbst? Mag manchmal nicht mehr ans Telefon, weil ich nicht mehr trösten und aufmuntern, nicht mehr zuhören, Verzweiflung teilen und mir Sorgen um meinen kleinen Kreis machen möchte. Möchte wieder unbeschwerter und ein bisschen sicherer leben. Möchte, dass alle wieder lachen können. Aber momentan ist alles angstschwarz.
24. Februar 2009
…ist die Summe der Begegnungen und Erinnerungen, die man hat. Denn das ist, was am Ende von allem bleibt.
Sagte eine 101-jährige und hat mich damit sehr beeindruckt.
24. Februar 2009
Faschingsdienstag. Es schneit, ich sitze im Büro. nachmittags frei. Zeit genug, um sich ins Faschingstreiben zu stürzen. Aber ich habe keine Lust. Warum soll ich mich heute extra maskieren? Man ist immer maskiert, 365 Tage im Jahr zeigt man eine Schale, die nicht das ausmacht, was man eigentlich ist. jeder spielt jedem irgendwas vor. und unter der Schale sieht es fast immer ganz anders aus. Starke erweisen sich als schwach, nette als totale *****löcher, Schwache sind eigentlich sehr tough. Und rausfinden tut man es manchmal in einer positiven Überraschung, meistens aber auf negative Art. Naja, wenn kotzende betrunkene im Volldelirium in Ecken liegen, ist mir das zuviel Demaskerade. Das will ich heute lieber nicht sehen.
6. Februar 2009
Juhu! Endlich Wochenende!
Posted by calypso72 under Tagestopic | Schlagworte: Frei, Geburtstag, Wochenende |Leave a Comment
Und für mich dazu noch ein langes, denn ich hab am Montag frei! Zu meinem Geburtstag darf ich mir einen schönen Tag schon mal gönnen, oder?
Und während fast alle anderen bei der Arbeit sitzen, sitze ich dann ganz gemütlich beim Frühstücken mit einer Freundin. herrlich! Man möge mich für diesen kleinen Luxus beneiden.
in diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende!
5. Februar 2009
Krisenherd
Posted by calypso72 under Tagestopic | Schlagworte: Gewicht, Krise, Schweinehund |Leave a Comment
Rund um den Globus hagelt es jeden Tag neue Hiobsbotschaften in Sachen Krise. Aktuell die Märklin-Insolvenz. Und dann die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe des Pius-Ordens.Krise in der katholischen Kirchengemeinschaft. Und der Papst ist angeblich enttäuscht von Deutschland und entsetzt, wie heute in diversen Medien zu lesen war. Tja, wir sind auch entsetzt, gnä’ Heiligkeit, und zwar über die alten Säcke, die jetzt wieder munter in die offiziellen Soutanen und Posten schlüpfen dürfen.
Und heute werde ich auch einen Beitrag zu den schlechten Nachrichten leisten. Ich habe nämlich auch eine Krise zu vermelden. Bei mir gehen zwar die Indexkurven nicht runter, sondern rauf, das ist aber ganz schlecht. Meine Gewichtskurve zeigt deutlich nach oben. Mittlerweile entsteht eine gefährliche Schere zwischen Gewicht und körperlicher Aktivität. Betriebswirtschaftlich wäre es ja ganz toll, wenn das Ergebnis nicht mehr proportional zum Umsatz steigt, sondern unverhältnismässig höher. Gewichtstechnisch ist das allerdings eher schlecht. Meine Waage steht kurz vor der Insolvenz. und ich muss jetzt alles tun, um die positive Kalorienbilanz in eine negative zu verwandeln. das bedeutet natürlich auch drastische Budget-Stopps
Nun wollte ich eigentlich wirklich weiter investieren in Produkte der Genussmittelindustrie. Geht aber leider jetzt gar nicht. Tut mir sehr leid. Ich kann euch nicht aus der Krise führen. und ich weiß, der Stop meiner Investitionen wird ein neues Loch in dieser Branche aufreissen…
Leider muss ich zudem ankündigen, dass ich in Zukunft auch für verstärkten CO2-Ausstoß verantwortlich sein werde. Ich bin heute schon sportlich unterwegs gewesen und bin eine dreiviertel Stunde an der frischen Luft gejoggt (ok, mehr gestolpert, aber ich habe geschwitzt und geschnauft wie der Sieger beim Iron Man).
Ach ja, ich hoffe ja, dass alle Sanierungsmassnahmen greifen, aber da der Fisch bekanntlich vom Kopf stinkt und der leitende Schweinehund durchaus gewisse Macht hat, stehen die Chancen für erneute Investitionen bei geringerem CO2 Ausstoss in naher Zukunft recht gut *seufz*
13. Januar 2009
Citronella riecht so bella oder: Die Unfähigkeit, zu sagen, was man wirklich denkt
Posted by calypso72 under Tagestopic | Schlagworte: Duft, Geschenke, Jahr, Trauma, Weihnachten |Leave a Comment
Das neue Jahr ist endlich da. Gottseidank ist es auch schon so weit fortgeschritten, dass alle Feiertage schon vorbei sind. Vor allem nach den Weihnachtstagen bin ich immer etwas traumatisiert. Denn gerade das alljährliche Geschenkezeremoniell macht mir immer etwas zu schaffen.
Es ist ja so: normalerweise freut man sich auf das Beschenktwerden. Bei mir ist das anders. Ich fürchte mich immer ein bisschen davor, und zwar berechtigt. Ich bin normalerweise ein gestandenes Frauenzimmer, wie man in bayern so sagt. ich sage meine meinung und trete im Großen und Ganzen auch für meine Prinzipien und Lebensmotti ein. Und zwar oft auch, obwohl es etwas unangenehm ist. Aber leider kann ich Menschen, die mir etwas Gutes tun möchten, einfach nicht darauf hinweisen, dass das nichts Gutes ist für mich. Ich denke, ich stoße andere Menschen damit vor den Kopf. Bei Geschenken, bei denen mir das Gesicht runterfällt, zum Beispiel schaffe ich es nicht, den Schenker zu bitten, das umzutauschen gegen etwas anderes, obwohl ich mich dann tatsächlich freuen würde anstatt nur so zu tun. Und deswegen stehe ich auch nach jedem Weihnachten mit mehr oder weniger für mich einfach total unnützer Ausbeute wie einem Doppelhandschuh zum Händchenhalten im Warmen beim Spaziergang zu zweit (wir halten seit Jahren nicht mehr Händchen beim Spazierengehen, weil wir das beide nicht leiden können) oder einem Polyester-Flauschischal in blaugrün (mmh, Pickel um den Hals) oder einer Halskette, die mich beim Umlegen sofort strangulieren würde, oder (ein Highlight) einem kleinen rosafarbenen 1-Liter-Topf und gehäkeltem Topflappen in hellblau-weiß sowie Spaghettizange in Pink da.
Und auch dieses Jahr gab es wieder Sachen, die mir absolut nicht gefallen. Da ist zu nennen ein Schlafanzug (wer schenkt einem anderen Menschen so etwas intimes wie Nachtwäsche, abgesehen vom eigenen Partner, dem man durchaus mal sowas schenken kann) von einer Marke, in der sich die Frau ab 60 sicher wohlfühlt, aber ich nicht, in hellblau-dunkelblau getreift. Liegt eingepackt zuhause. Da halt ich es wie meine Mama: man braucht ja was neues, falls man mal ins Krankenhaus muss oder so.
Aus Wolleresten getrickte Socken in braun-bunt, die so dick sind, dass ich nicht mal Flipflops drüberziehen könnte, selbst wenn ich das wollte.
Eine Modeschmuckkette mit “echten” Glassteinen in rosarot – urgh.
Und this year’s favorite: ein Eau de Toilette aus dem Öko-Laden, das der Schenkerin extrem zugesagt habe und so gut zu mir passe. ich hab gleich mal einen Sprüher genommen und bin sofort zurück gezuckt. An irgendwas hat mich dieser Duft erinnert. Es hat einige Zeit und einige Sprüher gedauert, aber ich bin letztendlich dann doch draufgekommen: Eine Mischung aus Citronella-Kerze zur Stechmückenabwehr und gelbem Zitrus-Klostein. bedeutet das jetzt, dass ich Douglas & Co. getrost vergessen kann und mir einfach einen Klostein um den Hals hängen kann, weil der Duft so gut zu mir passt? Naja, die Flasche (110 ml, ein Riesenoschi) steht jetzt mal im Schrank. Im Sommer werde ich den Duft mal testen, und zwar abends, wenn ich auf der Terasse sitze, zum Mückenabwehr. Spare ich mir schon die Kerze.
22. Dezember 2008
Danke auch für den freundlichen Service!
Posted by calypso72 under des Tages | Schlagworte: Einkaufen, Laden, Nerv |Leave a Comment
Kurz vor Weihnachten ziehe auch ich an einem Samstag los, um meine Weihnachtseinkäufe zu tätigen.
Vor zwei Tagen also bin ich voll motiviert von zu Hause losgezogen, um mich ins Getümmel der Münchner Innenstadt zu begeben und mein hart verdientes Geld bei lokalen Einzelhändlern auszugeben.
Und was soll ich sagen: Liebe Verkäuferinnen, ich verstehe, dass Ihr so kurz vor Weihnachten etwas angenervt von den vielen Menschen seid. Aber es ist nunmal euer Job, Menschen Produkte, die sie nicht brauchen, aber gern haben möchten, möglichst freundlich aufzuschwatzen. Hingegen gehört es nicht zu euren Aufgaben, mit Kolleginnen in einer Ecke rumzutratschen und Kunden schlichtweg zu ignorieren sowie bei dezenten Hilfsrufen auch noch die Augen wild zu verdrehen. Zumal Ihr ja doch immer ganz schnell zur Stelle seid, wenn ein Kunde sich in die Warteschlange an der Kasse einreiht, um noch den Aufkleber mit eurer Nummer aufs Preisschild zu kleben, damit Ihr mit minimalem Serviceaufwand das Maximum an Provision herausholt. Kunden wie ich empfinden das einfach nur als Frechheit, und Kunden wie ich legen dann ganz einfach die mehrere Hundert Euro verkaufswertigen Warenstapel ganz einfach auf irgendeinen Tisch und verlassen den Laden ohne Kauf. Weil Kunden wie ich, also eigentlich alle Kunden, es einfach nicht nötig haben, den Kram ausgerechnet bei euch unmotivierten Damen zu kaufen, wo doch dasselbe Sortiment fast überall anders auch zu finden ist.
Bei so einem Servicepersonal müssen sich manche Ladeninhaber wirklich nicht wundern, warum Kunden vieles lieber online kaufen. Da gibt es zwar kaum Beratung, aber wenn ich an die Beratung denke, die ich in manchen geschäften der Münchner Innenstadt bekomme (Das Highlight: Frage “Welche Stoffqualität ist das denn?” – Antwort “Das ist ein rotes Hemd von Boss.” Ach was Sie nicht sagen, das hätte ich jetzt gar nicht gedacht, wo ich doch ein rotes Hemd von Boss aus dem Regal, wo Boss drüberstand, gezogen habe…): da verzichte ich lieber auf das Beratungsgespräch und kaufe mein Zeug per Klick. Da ärgere ich mich wenigstens nur über die geschwindigkeit der Site, aber nicht über die unfreundlichen Gesichter, die mich schon beim Betreten des Verkaufsraums anfeinden.
Naja, heute muss ich noch das allerletzte Zeug besorgen und werde auch heute wieder angeknurrt werden, weil ich um halb acht noch den Laden betrete. Ich werde es unbeschadet überleben, aber, liebes Verkaufspersonal, euer Gesicht nicht, denn die Unmutsfalten graben sich langsam ganz tief ein und bleiben dauerhaft als entstellendes Zeichen eurer eigenen Demotivation.
19. Dezember 2008
Top 10 XMAS Nerv-Songs des Tages
Posted by calypso72 under des Tages | Schlagworte: Nervig, Songs, Weihnachten |Leave a Comment
Jede Band bringt irgendwann einmal einen Weihnachtssong raus. Und das wird dann noch jahrzehnte später ab 1.Dezember in den gängigen Radiostationen rauf und runter gedudelt.
Besonders nervt mich:
1.Wham – Last Christmas
2. Chris Rea – Driving Home for Christmas (Danke C&A, ich warte jetzt immer auf den Satz “Modische Cordsakkos ab 29 Euro”)
3. Band Aid – Do they know it’s Christmas
4. Mariah Carrey – Keine Ahnung wie das Lied heißt, aber es nervt
5. Queen – Thank God it’s Christmas
6. John (Lennon) & Yoko – Happy Xmas, war is over
7. Melanie Thornton – Wonderful Dreaming
8. Slade – Merry XMas
9. Elton John – The Christmas Song
10. Tötet mich nicht, aber: Bing Crosby – White Christmas – Ich kann es nicht mehr hören.
19. Dezember 2008
Die staade Zeit
Posted by calypso72 under Tagestopic | Schlagworte: Advent, Familie, Stress, Weihnachten |Leave a Comment
Früher fand ich die Adventszeit immer wunderbar: Mama hatte Plätzchen gebacken, und ganz oft saß die Familie abends bei einem Tee oder Glühwein im Kerzenschein zusammen und verbrachte die Abende mit netten Spielen und schönen Unterhaltungen, mit Basteln und anderen gemeinschaftlichen Projekten, einfach nette Familienabende, oder neudeutsch auch Team Building.
Und heute: von wegen staade Zeit! Ich bin seit Mitte November im Weihnachtsdauerstress. Hier noch mal eine Freundin treffen, da ein Abstecher mit Freunden zum Weihnachtsmarkt, gefolgt von einem Treffen in einer Bar mit anderen Freunden. wenn das noch steugerungsfähig sein soll, muss ich im nächsten Jahr leider Nummerntickets vergeben und halbstündige Verabredungen treffen. ich habe noch nicht mal alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Wie ätzend, dass ich morgen, am Samstag vor Weihnachten, losziehen muss und mich mit allen anderen genervten Leuten in einer nur unwesentlich überfüllten Innenstadt um alles mögliche prügeln muss. Einfach kleine Vorweihnachtskämpfe, oder neudeutsch Team Bashing
Denn es ist ja so: es drücken sich grundsätzlich immer Leute ohne Plan in den Geschäften rum, die ausspechten, was andere so kaufen wollen und das dann auch kaufen. Und ist dann nur noch genau eins davon im Regal, kann das schon mal böse werden.
Naja, immerhin ziehe ich morgen nochmal los, und nicht am 24.12., denn das wäre tatsächlich der Alptraum vor Weihnachten.
So, und nun: erst einmal in den Adventsentspurt: heute Essen gehen, morgen Adventswichteln und Sonntags Vorweihnachtsbrunch. Am 24.12. bin ich froh, dass Advent vorbei ist.
Happy Holidays!